Depression - Burnout

Statistiken belegen, dass wir im Zeitalter der psychischen Störungen leben. Viele Gründe können zu seelischen Störungen führen. Einige davon sind mit Sicherheit auch auf veränderte Anforderungen in der Arbeitswelt und des Privatlebens zurückzuführen. Immer mehr Menschen wohnen alleine und haben viel Zeit über ihre Probleme zu grübeln. Zukunftsängste, Überforderung, und Druck bei der Arbeit können zur Erschöpfungsdepression führen. Auch der steigenden Wohlstand kann zu psychischen Problemen führen .Viele Gegebenheiten werden nicht mehr als Glück erfahren sondern als selbstverständlich hingenommen, dadurch können Lustlosigkeit und Resignation entstehen. Es gibt aber auch Formen der psychischen Störungen die unabhängig von Arbeits- und Privatleben entstehen.

Hinweis:

Der Inhalt dieses Blogs dient lediglich der Information und dem Erfahrungsaustausch. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt auch keinen Gang zum Arzt oder Psychologen.

Wir übernehmen keine Haftung für die bereitgestellten Informationen.

Selbsthilfe - Depressionen

depressiv leben
Depressionen akzeptieren
Selbsthilfe kann bei Depressionen ein hilfreiches Mittel sein, die Beschwerden erträglich zu machen. In diesem Abschnitt werde ich etwas über Selbsthilfe bei Depressionen schreiben. Vieles habe ich bereits in diesem Blog über depressive Erkrankungen geschrieben und versucht mit meinen eigenen Erfahrungen zu koppeln. Durch das Schreiben, erhoffte ich mir, meine eigene depressive Störung besser verstehen und verarbeiten zu können. Mein weiteres Anliegen bestand darin, anderen depressiv Erkrankten und Angehörigen Hilfestellungen zu diesem sehr belastenden Thema zu geben. Beim Schreiben sind mir viele Dinge bewusst geworden die zu meinen Erkrankung geführt haben. Das Wichtigste für depressive Menschen ist es, aus dem Teufelskreis der Depressionen auszubrechen, was ja eigentlich ein Widerspruch in sich selbst ist, weil gerade dies ja das Schwierige ist. Ausbrechen aus diesem Zustand der Trauer und Lethargie und der Ohnmacht gegen sich selbst. Man muss aus diesem Kreislauf heraus, nur so kann man den Kampf gegen diese psychische Erkrankung beginnen. Es kommt nicht darauf an das man das schnell schafft, es kommt darauf an, dass man damit anfängt. Man sollte versuchen sein Denkmuster umzustellen, sich Hilfe bei Psychologen suchen, mit anderen verständnisvollen Menschen über seine Erkrankung sprechen, versuchen nicht noch tiefer in diesen Zustand zu geraten. In diesem Blog habe ich den Sport oft hervorgehoben, weil ich der Überzeugung bin, dass der Sport einer der Schlüssel ist um sich aus dem Zustand der Depression zu befreien bzw. die psychische Belastung besser in den Griff zu bekommen. Oft scheint es aber unmöglich Sport zu machen, weil man sich so sehr antriebslos und schwach fühlt. Aber es gibt auch Zeiten wo es uns vielleicht ein wenig besser geht und wir uns sportlich (spazieren gehen, Rad fahren etc.) betätigen könnten, diese Zeiten sollten wir versuchen zu nutzen. Unserem Gehirn zeigen, dass wir es können.
In Zeiten der schweren Depression klingt das alles wie Hohn, trotzdem glaube ich, dass viele es schaffen können.


Abschließend möchte ich einige allgemeine Punkte zum Thema Depression - Selbsthilfe zusammenfassen.
  • regelmäßig Sport zu machen. Mein Tipp Joggen oder spazieren gehen. Natürliches Sonnenlicht wirkt oft Wunder gegen Depressionen.
  • Nicht unter Druck setzen und die eigenen Depressionen akzeptieren. Keine zu hohen Erwartungen an sich selber stellen. Sich über kleine Schritte freuen.
  • Mit anderen Menschen über seine Erkrankung sprechen. Auch wenn es schwer fällt sollte man unter Menschen gehen, eventuell Vereine aufsuchen. Interessen oder Hobbies entwickeln.
  • Seinen Tagesablauf planen und versuchen sich daran zu halten. Feste Zeiten für das Schlafen, Aufstehen, die Einnahme der Mahlzeiten, für sportliche Aktivitäten und Treffen mit Freunden und Bekannten einhalten.
  • Gesund (Bioprodukte, Obst, Gemüse) und regelmäßig essen und ausreichend trinken (2- 3 Liter Flüssigkeit Täglich).
  • Kein Alkohol oder sonstige Drogen zu sich nehmen.
  • Regelmäßiges Treffen mit Freunden oder Bekannten. Nicht abschotten !
  • Rückschläge akzeptieren und sich nicht unter Druck setzen wenn man sich an vor genannte Punkte nicht halten kann. Rückschläge gehören dazu und sollten nicht überbewertet werden.
  • Die Anordnungen des behandelnden Arztes oder Psychologen befolgen und eventuelle verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen. 
  • Bei leichten Depressionen (depressive Verstimmung) können Lavendelöl - Präparate hilfreich sein 


Gefühle einer depressiven Erkrankung


Depressionen gehen meist mit unterschiedlichen negativen Gefühlen einher. In diesem Abschnitt möchte ich auf einige mögliche Gefühle einer depressiven Erkrankung eingehen und näher erläutern. Eines der wesentlichsten Anzeichen einer Depression ist mit Sicherheit das Gefühl der Niedergeschlagenheit und Trauer. Anders als bei einer vorübergehenden Trauer und Niedergeschlagenheit dauern diese Gefühle bei depressiven Menschen meist einen langen Zeitraum an und verstärken sich im Laufe der Zeit. Die Gefühlslage wird immer schwermütiger und die depressiv Erkrankten sind oft nicht mehr in der Lage ihren Alltag zu bewältigen. Ein Grund für diesen schwermütigen Zustand erkennt der Erkrankte meist nicht.

Interessenverlust, Gefühllosigkeit und Lustlosigkeit


Depressiv Erkrankte empfinden häufig keine Freude mehr am Leben und sehen in nichts mehr etwas Sinnvolles. Das Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung macht sich breit und scheint den Erkrankten schier zu erdrücken. Innere Leere und Gefühllosigkeit bestimmen den Alltag. Der Erkrankte spürt sich selber nicht mehr, fühlt sich innerlich abgestorben. Auch eine Gleichgültigkeit gegenüber Freunden und Familie nimmt immer weiter zu. Der depressiv Erkrankte zieht sich immer weiter zurück, isoliert sich und der Teufelskreis nimmt seinen Lauf.

Vereinsamung – Isolation - Angst


Durch die Isolation und den Interessenverlust an anderen Menschen verstärkt sich der Zustand der Depression immer mehr. Der Erkrankte empfindet alles als aussichts- und perspektivlos. Geplagt von Selbstzweifeln und Schuldgefühlen ziehen sich die Erkrankten immer weiter zurück. Die Erkrankung wird als persönliches Versagen empfunden und Ängste bestimmen den Alltag. Der Erkrankte kann meist nicht mal genau definieren wovor er am meisten Angst hat. Die Krankheit nicht mehr loszuwerden, die Zukunft nicht mehr bewältigen zu können, Familie und Freunde zu verlieren sind nur einige der Ängste die den depressiv Erkrankten stark belasten.

Was sind Depressionen?

Sind wir alle depressiv?


Haben Sie sich das auch schon mal gefragt? Was sind eigentlich Depressionen? In letzter Zeit hört man sehr viel von dieser Krankheit. Die Namen variieren sehr oft, aber gemeint ist meist das Selbe. Einer sagt er habe Burnout, der andere Boreout, Ängste, Panik, Herzrasen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungen. All diese Symptome können auf Depressionen hindeuten oder werden unmittelbar mit Depressionen in Verbindung gebracht. Dabei unterscheidet man verschiedene Arten dieser Krankheit. Es gibt sehr schwere Formen, wie beispielsweise die Major Depression oder die manische Depression und die weniger schwere Form wie beispielsweise eine depressive Verstimmung oder Winterdepression.

Die depressive Verstimmung



Vor allem auf die leichten bis mittleren Depressionen möchte ich hier eingehen. Viele Menschen können mit der Situation nicht umgehen, wenn es ihnen mal schlecht geht und versuchen oft erstmal zu googeln, um etwas über ihren Zustand in Erfahrung zu bringen. Da liest man dann alles Mögliche, angefangen vom tief Depressiven mit andauernden Selbstmordgedanken bis hin zum manisch Depressiven der durch seine Stimmungsschwankungen seine Ehe und Freundschaften auf´s Spiel gesetzt hat und immer verzweifelter wird. Dann liest man von undefinierbaren Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Platzängsten, Schluckbeschwerden, Traurigkeit, Niedergeschlagenheit. Wo ordnet man sich nun ein? Habe ich nun Depressionen oder eher doch eine depressive Verstimmung?


In sich rein horchen und nicht in Panik geraten


Am wichtigsten ist es erstmal nicht in Panik zu geraten. Fasst jeder hatte schon mal das Gefühl depressiv zu sein oder nicht mehr weiter zu wissen. Vorallem sollte man sich nicht schämen mit anderen darüber zu reden. Reden ist sehr wichtig, es kann befreiend wirken sich anderen mitzuteilen um das festzustellen, dass man nicht alleine ist. Gerade in unserer vernetzten Zeit findet man in Foren, sozialen Netzwerken etc. immer Menschen und Gruppen die sich mit Depressionen beschäftigen und oft Hilfe bieten können. Bei starken Depressionen ist das alles sicherlich nicht so einfach oder meist sogar unmöglich. Trotz allem sollte man versuchen sich nicht abzuschotten sondern in die Offensive zu gehen. Erstmal den Zustand akzeptieren und sich nicht versuchen mit Selbstvorwürfen oder mit der Frage "Warum Ich?" alles noch schwerer zu machen.

Depressive Verstimmung


Habe ich Depressionen oder eine depressive Verstimmung (oft Winterdepression) ?


Depression
Depressive Verstimmung
Depressive Verstimmungen sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Jeder Mensch kennt Stimmungstiefs, das Gefühl von Traurigkeit und Lustlosigkeit. Oft sind diese Gefühle kurzfristiger Natur und haben meist einen bestimmten Anlass. Dieser Zustand ist in vielen Fällen eher als depressive Verstimmung zu bezeichnen. Im Gegensatz zu krankhaften Depressionen (Dysthymie) kann man bei einer depressiven Verstimmung davon ausgehen, dass diese nach einer gewissen Zeit wieder verschwindet. Bei einer depressiven Verstimmung kann es sich um saisonal bedingte Depressionen handeln die meist in der dunklen Jahreszeit auftreten und in den häufigsten  Fällen mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten (z. B. Globuli) oder ausreichend Bewegung behandelt werden können. Oft tritt die depressive Verstimmung in Form einer Winterdepression auf und ist im Herbst/Winter besonders stark. In vielen Fällen bildet sich diese Form der Erkrankung im Frühjahr wieder vollständig zurück. Eine depressive Verstimmung ist meist am morgen am intensivsten und wird im Laufe des Tages  oft erträglicher.




Die Symptome einer depressiven Verstimmung



Die depressive Verstimmung zeigt sich meist in nachfolgenden Symptomen:

  • Schlafstörungen  
  • Traurigkeit
  • Lustlosigkeit
  • schlechte Laune
  • Müdigkeit
  • Freudlosigkeit.
  • Kopfschmerzen
  • Nervosität
  • Magen- Darmbeschwerden


Hilfe bei depressiver Verstimmung


Eine depressive Verstimmung sollte nicht mit Antidepressiva behandelt werden sondern eher mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten. Die Einnahme von homöopathischen Mitteln (z.B. Globuli) kann sehr hilfreich sein. Desweitern kann man einer depressiven Verstimmung entgegen wirken, indem man sich ausreichend bewegt und regelmäßig Sport treibt. Am besten tut man dies im Freien um eine ausreichende Lichtzufuhr zu gewährleisten. Da natürliches Licht die Bildung des Botenstoffes Serotonin anregt, kann es durch das Sonnenlicht zu einer Stimmungsaufhellung kommen und die depressive Verstimmung lindern oder ganz beseitigen. Alternativ zum natürlichen Licht kann man auch künstliche Lichtquellen benutzen um einer Unterversorgung von Licht während der dunklen Jahreszeit entgegen zu wirken.
Auch natürliche Arzneimittel wie beispielsweise Johanniskraut - Präparate können eine depressive Verstimmung oft lindern.



Siehe auch Artikel Winterdepression

Major Depression - Endogene Störung

Was ist eine Major Depression?


Die Major Depression (Endogene Depression) ist eine besonders schwere Form der depressiven Erkrankung. Sie ist häu­fig anlagebedingt und der Betroffene fühlt sich phasenweise sehr schlecht. Früher wurde diese Form der Depression auch als endogene Störung bezeichnet. Diese schwere Form der Erkrankung kann man anhand eines Testes feststellen.
Die häufigsten Formen der Depressionen lauten gemäß ICD 10 (Klassifikationssystem psychischer und anderer Erkrankungen): depressive Episode oder rezidivierende depressive Störung.
Gemäß Diagnose Manual DSM IV spricht man von einer Major Depression, wenn mindestens 5 der nachfolgenden Symptome innerhalb von 2 Wochen (depressive Episode) dominieren und eine Veränderung der vorherigen Leistungsfähigkeit besteht.

  • vermehrtes Schlafbedürfnis oder Schlaflosigkeit über den gesamten Zeitraum

  • Niedergeschlagenheit und depressive Stimmung (innere Leere, Trauer ) an fast allen Tagen
 
  • Ruhelosigkeit und/oder Antriebslosigkeit an nahezu allen Tagen

  • verminderte Freude oder  Interessenverlust an allen bzw. fast allen Aktivitäten an den meistenTagen

  • Zu- oder Abnahme von Körpergewicht durch gesteigerten Appetit oder Appetitlosigkeit

  • Antriebslosigkeit und/oder Müdigkeit an fast allen Tagen

  • Gefühl von Wertlosigkeit und unangemessene Schuldgefühle während der meisten Zeit

  • verringerte Entscheidungsfähigkeit und/oder Konzentrationsschwierigkeiten an den meisten Tagen

  • Selbstmordgedanken, Todesphantasien

Sollten die vorgenannten Symptome nicht durch Einnahme von Drogen oder Medikamenten bzw. durch eine Trauer oder durch Verlust (Arbeitsplatz, Partner etc.) ausgelöst worden sein, könnte es sich um eine Major Depression handeln. Eine Diagnose hierzu sollte ein Psychologe oder Arzt stellen.

Behandlung einer Major Depression


Bei einer Major Depression (Endogene Depression) sollte eine psychologische Behandlung im Vordergrund stehen. Da es sich  um eine besonders schwere Form einer depressiven Erkrankung handelt, lässt sich die Einnahme von Antidepressiva oft nicht vermeiden

Manische Depression - Bipolare Störung

Was ist eine manische Depression?


Bei einer manischen Depression (bipolare Störung) wechseln sich euphorische und tief depressive Phasen ab. Diese Form der Depression wird auch als bipolare Störung bezeichnet und ist von intensiven Stimmungstiefs und Stimmungshochs geprägt. Während der euphorischen Phase begeben sich manisch depressive Menschen nicht selten in risikoreiche Situationen. Der Erkrankte strotzt während dieser Zeit vor Kraft und ist oft besonders kreativ und ideenreich. Aufgrund der stark herabgesetzten Selbsteinschätzung werden oft Fehlentscheidungen getroffen, die mitunter fatale Folgen mit sich ziehen können. Die Stimmung des manisch depressiv Erkrankten ist stark schwankend.

Nach einem euphorischen Höhenflug kommt dann der Absturz. Das kann mitunter so plötzlich geschehen, dass dies zu tragischen Situationen führen kann. Angehörige sind mit dem Umgang der manisch Erkrankten meist sehr überfordert (Hilfe für Angehörige). Manisch depressive Menschen haben ein deutlich erhöhtes Suizidrisiko. Die manische Depression (bipolare Störung) ist eine besonders schwere psychische Erkrankung, daher werden neben der psychologischen Behandlung oft auch Antidepressiva eingesetzt. 


Manische Depression - Die Merkmale der bipolaren Störung:



Während der manisch depressiven Phase (manische Episode) treten folgende Symptome auf:

Die euphorische Phase wird von dem manisch Erkrankten für mindesten 1 Woche erlebt und mit nachfolgenden Symptomen begleitet. 

  • Der manisch Erkrankte ist überdreht und hat ein verringertes Schlafbedürfnis
  • Hang zu erhöhtem Risiko (finanziell, Gesundheit, Partnerschaft)
  • Der manisch Depressive ist oft zerstreut und abgelenkt
  • Verminderte Selbsteinschätzung, dadurch meist Überschätzung der eigenen Person
  • Gesteigerte Aktivität und ein oft sehr sprunghaftes Denken 


Die Manische Depression in der depressiven Phase ist von nachfolgenden Symptomen gekennzeichnet:

  • Suizidgedanken (Selbstmordgedanken) 
  • Stark niedergeschlagene Stimmung
  • Lustlosigkeit
  • Vermindertes Selbstbewusstsein

Manische Depression - Behandlung der bipolaren Störung


Ob Sie unter einer Bipolaren Störung (manische Depression) leiden, sollten sie von einem Psychologen untersuchen lassen. Eine manische Depression wird oft mit Antidepressiva behandelt. Da es sich bei dieser Form der Depression um eine sehr schwere Erkrankung handelt, die ein erhöhtes Selbstmordrisiko mit sich zieht, ist die Gabe von Psychopharmaka (Antidepressiva) oft nicht zu umgehen.

In erster Linie sollte bei einer bipolaren Störung (manische Depression) aber eine psychologische Behandlung im Vordergrund stehen.

Sind Depressionen heilbar ?

Sind Depressionen heilbar
Depressive Verstimmung
Häufig treten Depressionen in Episoden auf, das heißt sie können auch ganz spontan wieder abklingen. Bei den meisten Betroffenen einer depressiven Phase kommt es zu einer vollständigen Ausheilung der Depression. Das Rückfallrisiko eine erneute depressive Phase zu erleiden ist im Vergleich zu Menschen die nie depressive Episoden hatten allerdings deutlich erhöht. Das bedeutet, die Neigung, eine erneute depressive Phase zu entwickeln, bleibt leider ein Leben lang bestehen. Man unterscheidet verschiedene Formen der Erkrankung. Dabei gibt es schwere Formen, wie beispielsweise die Major Depression, sowie leichtere Formen wie beispielsweise die depressive Störung, die oft auch wetterbedingt auftreten kann (Winterdepressionen). Eine leichte bis mittlere depressive Störung kann meist mit einer Veränderung der Lebensumstände oder durch homöopathische oder pflanzliche Heilmittel gelindert werden.

   

Bei schweren Depressionen ist eine psychotherapeutische Behandlung und die Gabe von Antidepressiva anzuraten. Oft werden Antidepressiva leider zu schnell verschrieben (teilweise schon bei leichten Depressionen) und können den Zustand teilweise noch verschlechtern. Ein wichtiger Punkt bei der Behandlung von Depressionen liegt in der Durchführung einer Psychotherapie und der Aufarbeitung von Problemen und Konflikten. Ein weiterer Schritt dieser Erkrankung entgegenzuwirken besteht in einer Veränderung der Lebensumstände (siehe auch Selbsthilfe bei Depressionen). Ein klar strukturierter Tagesablauf mit ausreichender Bewegung und Ruhezeiten kann oft Wunder bewirken. Während einer depressiven Phase erscheint ein strukturierter Tagesablauf als unmöglich zu realisieren, sollte aber dennoch angestrebt werden. Jeder muss hierbei versuchen seinen eigenen Weg zu gehen, sich nicht unter Druck setzen und seinen Zustand akzeptieren. Wenn man sich ständig fragt „Warum Ich?“ oder „wann ist das endlich vorbei?“ setzt man sich zusätzlich unter Druck und verschlimmert der Zustand meist zusätzlich.

Meine Depression

Oft halten depressive Menschen an ihrer Erkrankung fest. Die Depression wird zu „Meine Depressionen“. Es ist nicht mehr ein Zustand oder eine Krankheit, nein es ist „Mein Zustand“ oder „Meine Krankheit“. Dieser Umstand macht den Umgang mit der Erkrankung noch schwieriger, da man alleine schon durch diese Aussage an etwas festhält und es zu seinem Eigenen macht. Dabei ist die Anzahl der depressiv Erkrankten in Deutschland so hoch wie nie zuvor. Aber wie kommt man nun raus aus dem Kreislauf der Depressionen? Bei leichten bis mittleren Depressionen sind die Aussichten gut sich mit der Krankheit arrangieren zu können. Bei schweren Depressionen wird dies natürlich in der Regel nicht so einfach möglich sein. Oft hat sich der Zustand schon zu sehr manifestiert und die Erkrankten haben die Hoffnung bereits aufgegeben jemals ein depressionsloses Leben führen zu können. In diesem Falle sollten die depressiv Erkrankten auf jeden Fall professionelle Hilfe in Form eines Psychologen in Anspruch nehmen. Um eine Orientierung zu haben, ob man an leichten, mittleren oder schweren Depressionen leidet empfiehlt es sich einen Depressionstest zu machen und sich im Vorfeld ausreichend über die Krankheit zu informieren. Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich sagen, dass es wichtig ist seine depressiven Zustand zu akzeptieren – man sollte aber auch das Leben an sich selbst akzeptieren. Wenn man ständig darüber grübelt, warum gerade ich depressiv bin und warum gerade mich das Leben so sehr gestraft hat, dann zerfrisst man sich innerlich noch mehr und die Depression wächst wie ein Krebsgeschwür und ergreift immer mehr Besitz von einem. Es gibt einige Selbsthilfetipps bei Depressionen die man versuchen sollte in sein Leben zu integrieren um den Umgang mit der Krankheit zu erleichtern.

Depressive Störung


Was ist eine Depressive Störung ?

Depressionen sind sehr vielschichtig und fast jeder Mensch hatte bereits depressive Symptome wie Antriebslosigkeit, Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit. Es ist durchaus normal, auf Enttäuschungen, Verletzungen und Verluste (z. B. Arbeitsplatz, Partner) mit einer depressiven Verstimmung zu reagieren. Diese ist im Allgemeinen nur vorübergehend und hat meist einen bestimmten Anlass. Wenn die Symptome allerdings eine bestimmte Dauer und Intensität überschreiten spricht man von einer behandlungsbedürftigen depressiven Störung.
Vor allem in unserer industrialisierten und schnelllebigen Gesellschaft sind depressive Störungen sehr verbreitet. Sie ziehen sich durch alle Gesellschaftsschichten und sind unabhängig vom Geschlecht, Alter und sozialem Stand. Die depressive Erkrankung kann sich in vielen körperlichen und psychischen Symptomen äußern die der Betroffene anfangs oft nicht direkt einer Depression zuordnet. Wenn der Leidensdruck jedoch zunimmt und die Niedergeschlagenheit, Trauer und innere Leere zum Dauerzustand wird, beginnen die meisten Menschen sich mit dem Thema Depression zu beschäftigen. Es ist schwierig aus dem Kreislauf der negativen Gedanken heraus zu kommen da meist viel zu schnell Medikamente verabreicht werden die dann wiederum Nebenwirkungen hervorrufen. Es gibt verschiedene Selbsthilfe Maßnahmen die bei leichten und mittleren Depressionen sehr hilfreich sein können und nicht unbedingt einer Einnahme von Antidepressiva bedürfen. Auch homöopathische Mittel können bei depressiven Störungen sehr hilfreich sein.

Was sind depressive Störungen ?

Depressionen sind in unserer industrialisierten Gesellschaft sehr verbreitet. Die Erkrankten leiden unter einer anhaltenden Niedergeschlagenheit, aus der sie sich in der Regel nicht alleine befreien können. Im Gegensatz zu  einer depressiven Verstimmung, handelt es sich bei einer Depression um eine psychische (manchmal auch körperliche) Erkrankung die auch vollkommen unabhängig von äußeren Umständen auftritt. Eine depressive Verstimmung bessert sich in der Regel meist nach einer gewissen Zeit von selbst, eine depressive Erkrankung hingegen  muss behandelt werden. Die Symptome  sind sehr vielseitig und werden zu bestimmten Tageszeiten als besonders belastend beschrieben. Oft wird die Depression morgens als schlimmer empfunden als Abends. Man spricht dann im Allgemeinen Vom sogenannten „Morgentief“.
Oft scheuen sich die Erkrankten über ihre Depressionen zu sprechen und Hilfe aufzusuchen. Dabei handelt es sich bei Depressionen um eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Alleine in Deutschland gibt es über vier Millionen Betroffene.